Radreise-Tipp: Bikpacking-Tour in der Eifel

Radreise-Tipp: Bikpacking-Tour in der Eifel

Musée_dUnterlinden

Der Sommer-Urlaub ist kaum vorbei und schon wieder eine Reise? Ich fragte mich ernsthaft, ob ein verlängertes Wochenende irgendwo in der Eifel mir wirklich gut tun würde. Denn immer wieder neu in den Alltags-Rhythmus zu finden, ist mühsam. Egal, ich entschied mich schnell und buchte ein Hotel in Kordel in der Eifel. Und kaum war ich dort, galt für mich: Hier in den Bergen und nicht weit von der Mosel entfernt sind Uhren überflüssig.

Naturlagerplätze in der Eifel

Naturcamping
Naturcamping

Für Zeltfans ist die Eifel ein idealer Ort um ein paar Nächte in einer bezaubernden Landschaft zu verbringen. Seit einiger Zeit sind dort günstige Naturlagerplätze errichtet worden, die nach und nach erweitert werden. Es gibt eine Zeltwiese, ein Holzpodest für 2 Zelte, einen fest verankerten Tisch mit Bänken und etwas abseits davon auch eine Kompost-Toilette. Eine Nacht kostet zehn Euro und kann hier gebucht werden: Trecking-Eifel.

Der Römerpfad
Der Römerpfad

Bikepacking in der Eifel – selbstverständlich mit Zelt oder Tarp. Das heißt mit einem geländegängigen Fahrrad und mit schmalem Gepäck einen Weg durch die wilde Natur der Eifel finden. Einzigartig macht ein solches Abenteuer einerseits die Unabhängigkeit und andererseits die Nähe zur Natur. Die Naturcamping-Plätze, zwar für einsame Wanderer gedacht, eignen sich selbstverständlich auch für Mountainbiker, die länger als einen Tag unterwegs sein wollen. Zumal die Wege, nach meiner Erfahrung, gut mit dem Mountain-Bike zu meistern sind.

Bikepacking in der Eifel
Bikepacking in der Eifel

Zur Zeit konzentrieren sich die Lagerplätze vor allem im Gebiet des hohen Venns, in der Nähe von Monschau, Simmerath und Prüm. Hier verläuft auch ein Teil des Eifelsteigs, der als Ausgangspunkt zur Erkundung der Eifel genutzt werden kann.

Das hohe Venn als Einstieg

Bikepacking in der Eifel

Das Hohe Venn, eine mehr als 600 km² große Hochebene zwischen Deutschland und Belgien, ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der mit 694 m höchste Berg ist der Botrange. Auch mit dem Rad sind die vielen Holzstege, die kreuz und quer über das Hochmoor verlegt sind, gut zu fahren. Die Stege sind nicht durchgängig fest verankert und es gibt kaum Richtungsschilder. Deshalb ist es ratsam einen GPS-Empfänger dabei zu haben. Mit der Weite der Landschaft, geht Stille und Einsamkeit einher. Diese Erfahrung gilt übrigens für den gesamten Naturpark Hohe-Eifel. Knorrige Moorbirken, buschige Gräser und verkrüppelte Fichten, versinnbildlichen die Armut, die das Leben in der Eifel über viele Jahrhunderte geprägt hat.

Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn

Im Umkreis des Hohen Venn gibt es zahlreiche Talsperren, die teilweise miteinander verbunden sind und im Umkreis von mehr als 100 km die Trinkwasserversorgung sichern. Wer mit dem Fahrrad in die Eifel kommen will, kann dies über den Fern-Radwanderweg Vennbahn, der Aachen mit Luxemburg verbindet, tun. Der Bahntrassenweg, mit einer Länge von über 130 km, ist einer der längsten Europas. Er weist kaum Steigungen auf und ist mit sehr vielen Rastmöglichkeiten ausgestattet.

Das hohe Venn als Einstieg

Der Römerpfad
Hocheifel Naturpark

Westlich des Nationalparks erstreckt sich die Schnee-Eifel und östlich davon die Vulkan-Eifel. Auf etwa 110 km² ist die Landschaft weitgehend sich selbst überlassen. Nationalpark in Entwicklung – Das ist das Motto unter dem der Park einst eingerichtet wurde. Die Wildheit und Urwüchsigkeit des Nationalparks sind beeindruckend und einzigartig. Gerade der Nationalpark ist bei Mountainbiker wegen der schmalen Pfade, die sich durch den herrlich naturbelassenen Wald schlängeln, sehr beliebt. Auch wenn das Radfahren im Nationalpark nicht gern gesehen wird. Im Zentrum des Nationalparks befindet sich der Naturlagerplatz Nordstern.

Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn
Hohes Fenn

Die Vulkaneifel

Eifel Maar
Eifel Maar

Das Gebiet zwischen Bitburg, Jünkerath und Mayen ist wegen der trichterförmigen Lavakuppen erloschener Vulkane, besonders am Laacher See, einzigartig in Deutschland. Durch vulkanische Gasexplosionen vor Jahrtausenden entstanden, zeugen die Dauner Maare, die Gillenfelder Maare, Lavaberge und Mineralquellen von dem Vulkanismus, der bis heute anhält. Den besonderen Reiz des Mittelgebirges verkörpern die stimmungsvollen Krater, die meist mit Wasser gefüllt sind.

Eifel Bach
Eifel Bach
Lagerplatz Hocheifel
Lagerplatz Hocheifel
Dorf in der Eifel
Dorf in der Eifel

Die Flüsse Ahr, Kyll und Rur haben sich tief in das wellige Hochland der Eifel eingeschnitten und verzweigen sich in schöne, waldreiche Seitentäler. Entlang dieser Gewässer gibt es gut ausgebaute Radwege, die sich als Basis für die weitere Erkundung der Vulkaneifel anbieten. Ein Musterbeispiel ist der Laacher See, der von mehreren Dutzend Lava-Aufschüttungen umgeben ist.

Laacher See
Laacher See
Vukaneifel
Vukaneifel
Vukaneifel
Vukaneifel

Ebenso schön sind die Dauner Maare, vor allem das Gemündener Maar und das Totenmaar. Im nordwestlichen Teil der Eifel bieten die Urfttalsperre und der Rurstausee ein eindrucksvolles Bild. Vom Zentrum der Osteifel, in Mayen, führt der Vulkanpark-Radweg über Mending bis Andernach. Entlang der Route gibt es viele vulkanologische und archeologische Höhepunkte. Der nächstgelegene Lagerplatz -Großer Wagen genannt- liegt zwischen Adenau und Blankenheim.

Die Schnee-Eifel

Höhenzug Schneifel
Höhenzug Schneifel

Wahrscheinlich ist der Name dieses Teils der Eifel von dem markanten Höhenzug Schneifel abgeleitet sein, der das Zentrum der Schneeifel dominiert. Der südliche Teil erstreckt sich von der bekannten Bierstadt Bitburg nach Westen zur belgischen Grenze und nach Norden bis Gerolstein und Jünkerath. Die Schnee-Eifel ist zwar sehr hügelig, die eine oder andere Steigung hat über 13%, aber die höchsten Erhebungen betragen lediglich etwas mehr als 650 Meter. Das Mittelgebirge ist dünn besiedelt. Tiefe Wälder und weitestgehend unberührte Naturlandschaften machen die Schnee-Eifel zum wilden Westen Deutschlands.

Info: Radweg Kylltal

Der Kylltal-Radweg ist etwa 135 km lang und führt von der Ortschaft Losheimergraben an der Belgisch-Deutschen Grenze über Stadtkyll, Gerolstein und Bitburg bis Trier. Die meiste Zeit verläuft der Radweg an der Kyll entlang. Bis Gerolstein ist die Kyll noch ein kleiner Bach und durch einige Zuflüsse entwickelt sich die Kyll allmählich bis Stadtkyll zu einem kleinen Fluss. Ab Bitburg geht es vorwiegend abwärts und auch hin und wieder durch einen urig anmutenden Fahrrad-Tunnel.


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Die Highlights entlang der Strecke


Die Nürburg:

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Die Ruine Nürburg thront auf dem 678 m hohen Mons Nore. Die Ruinen, also die Grundmauern und die Türme der 1166 erbauten Burg sind erhalten geblieben.


Burg Elz

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In der Nähe der Stadt Bad Münstereifel ist die Burg Elz zu besichtigen. Majestätisch, wie ein wahr gewordenes Märchenschloss sitzt die Burg auf einem gewaltigen Felsen.


Burg Cochem

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Die Reichsburg Cochem an der Untermosel ist eine beeindruckende Burganlage und das Wahrzeichen der Stadt Cochem.


Deutsch-Luxemburgischer Naturpark:

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Auf einer Fläche von fast 800 km² warten zahlreiche Premium-Wanderwege, eine herrliche Flora mit selten Orchideen und eine äußerst abwechlungsreiche Fauna.


Teufelsschlucht

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Einige Kilometer südwestlich von Bitburg, in den ausgedehnten Mischwäldern der Südeifel, die von kargen Felsen umgebene Teufelsschlucht.


Noch mehr Ausflugsziele in der Eifel:

Maare der Eifel:

Neben zahlreichen Cafés und Restaurants gibt es in der Innenstadt zahlreiche Museen, eine sehr sehenswerte Altstadt mit vielen Baudenkmälern aus der Römerzeit. Die Porta Nigra ist dabei die Hauptattraktion.


Bitburg:

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr zehn vor Christus. Beim Bau einer Hauptstraße von Trier nach Köln wurde an der Stelle des heutigen Bitburg eine erste Siedlung errichtet – genannt Beda. Besonders sehenswert ist das alte Straßenkastell.


Burg Satzvey:

Die ersten urkundlichen Erwähnung der schönsten Wasserburg des Rheinlands stammt von 1396


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